Theaterspiel in Boke - Chronik

 

 

Theater wurde in Boke bereits nach dem 1. Weltkrieg gespielt. Der genaue  Gründungstermin konnte nicht ermittelt werden.

In der Boker Chronik von 1937 wird von einem Theaterverein berichtet.

Selbst in der Kriegs – und Nachkriegszeit kam Theaterspiel nicht zum Erliegen.

Die Boker Chronik berichtet weiter, dass 1946 eine Theatergruppe des Spiel – und Sportvereins wiederholt mit großem Erfolg in Boke und auch in Delbrück aktiv war.

Am 22. Oktober 1950 unterhielt der St. Hedwigskreis aus Anlass der Bannerweihe im Saal Kiffe die Gäste mit einem Theaterstück.

Am 18. Dezember 1950 löste sich der Theaterverein „Treue Brüder“ auf. Es wurde anschließend der Karnevalsverein „Bleib Treu“ gegründet.

Da der Saal Kiffe für die Unterbringung von Ostvertriebenen benötigt wurde stand einige Jahre keine Spielstätte zur Verfügung.

Ab Dezember 1954 war der Saal Kiffe wieder frei. Die Kolpingfamilie Boke führte an 2 Sonntagen Theaterstücke auf.

Bis 1959 erfreute die Kolpingfamilie Boke im Saal Kiffe jeweils zur Weihnachtszeit die Boker Bürger mit einem Theaterstück.

 

Der Wildschütz vom hohen Gröll. 1954

 

 

 

 

Von links: Willi Zewe, Frau Gröpper (Mia Fraune), Heinz Aring mit Schwester Monika,

                   Bernhard Knies (Bentfeld), Stefan Jürgensmeier ?

 

 

 

Am 29. Jan.1956 wurden  während eines gemütlichen Abends die Einakter „Das Dienstjubiläum“ und „Das Testament“ aufgeführt.

 

Kirsche und Kern 1956

 

 

 

Von links: Thea Werner(Schniedermeier), Ferdi Falkenrich, Alfons Hüser,

                   Paul Nahler, Beate Brockmann?, Heinz Aring, Ludwig Kößmeier,

                   Manfred Winkler, Marianne Aring, vorn Bernhard Knies,

                   Dieter Rosenthel.

 

 

 

Die Junggesellensteuer 1957

 

 

 

Von rechts: Alfons Hüser, Franz Tewes, Heinz Aring, Bernhard Knies (Bentfeld),

                   Paul Nahler, Werner Leiwesmeier.

 

Präses Vikar Kordes bei der Begrüßung zur Theaterveranstaltung 1957

 

 

Alles für die Katz 1958 ?

 

 

 

Von links: Dieter Rosenthal, Schniedermeier (Schwester von Margret Ronge)

                   Margret Hüppmeier, Bernhard Knies, Ferdi Falkenrich.

 

 

 

 

Feier der Kolpinggemeinschaft in der Gastwirtschaft Leiwesmeier 1958

 

 

 

Von links: Ludwig Kößmeier, Klärchen Fraune, Toni Keuter, Bernhard Knies.

 

 

 

Alles für die Katz 1959 ?

 

 

Von links: Bernhard Knies, Franz Thewes, Margret Hüppmeier, Schniedermeier, Margret Ronge.

 

 

 

 

 

Ab 1960 wurde der Saal Kiffe mit Gastarbeitern belegt. Theaterspiel war nicht mehr möglich.

 

Die Kolpingfamilie Boke hielt in den folgenden Jahren Kontakt zum Theater. Es wurden Theaterfahrten nach Bielefeld, Detmold und Harth-Ringelstein organisiert.

1976 waren Heiko und Erwin Grosche im Pfarrheim in Boke zu Gast.

Für Heiko Grosche war das der Beginn einer Karriere als Profi Schauspieler und

Buchautor.

Leider konnte für diese Theaterveranstaltung keine Werbung gemacht werden, da in der Zeitung– und Druckindustrie gestreikt wurde.

Etwa 1980 bis 1985 war die Kindertheatergruppe des Zimmertheaters Anreppen im Boker Pfarrheim aus Anlass des Kolpinggedenktages zu Gast.

1989 wurde die Bitte an die Kolpingfamilie herangetragen das Theaterspiel in Boke wieder zu beleben.

Unter Leitung von Edeltraut Eschenbüscher und Monika Remmert wurden die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, es mussten geeignete Spieler und Spielerinnen gefunden werden.

Im Pfarrheim musste eine zerlegbare Bühne gebaut werden. Diese Arbeit übernahm Josef Kirchhelle und Franz-Josef Bertelsmeier.

Am 18.März 1990 war es soweit, für den Schwank „Die Ersatzbraut“ öffnete sich nach 30 Jahren theaterloser Zeit wieder der Theatervorhang im Boker Pfarrheim. Das Stück wurde 3 mal aufgeführt.